Aktuell wird das Tunnelausbruchsmaterial fast zu 100% deponiert. Ziel des EU-Projektes ist es, dieses Material als wertvolle mineralische Ressource in anderen industriellen Produktionszyklen weiter zu verwenden. So werden beispielsweise in den nächsten Jahren europaweit ca. 800 Mio. Tonnen an mineralischen Ressourcen im Zusammenhang mit dem Bau von Tunnels, Metros oder Untertagekraftwerken anfallen, die möglicherweise in der Ziegel-, Stahl- bzw. Glasindustrie einer weiteren sinnvollen Verwendung zugeführt werden können.
Im Projekt DRAGON soll ein System entwickelt werden, welches eine automatische online-Analyse des Ausbruchsmaterials vornimmt, dieses Material jeweils nach der entsprechenden Qualität auftrennt bzw. danach einer weiteren Nutzung zuführt. Diese vorher genannten Technologien sollen als Teil einer Tunnelbohrmaschine integriert werden. Die Projektergebnisse werden dazu beitragen, dass möglichst gar keine „Abfallprodukte“ aus dem Tunnelbau mehr anfallen werden.
Das Projekt DRAGON wird von Herrn Univ.-Prof. Robert Galler koordiniert, wobei das Außeninstitut die Aufgabe des Projektmanagements übernommen hat.
DRAGON wird im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm (unter dem Schwerpunkt Umwelt) gefördert.
Projektdaten:
Titel: Development of Resource-efficient and Adanced underground technologies
Instrument: FP7-ENV, Collaborative project
Gesamtkosten: € 4.554.771
EC Förderung: € 3.243.659
Dauer: 36 Monate
Projekt Start: 01.10.2012
Projekt Koordinator: Montanuniversität Leoben (AT)
Projekt Partner:
- PORR Bau GmbH (AT)
- Herrenknecht AG (DE)
- B+G Betontechnologie + Materialbewirtschaftung AG (CH)
- Jacques Burdin Ingenieur Conseil (FR)
- PE North West Europe Limited (UK)
- Indutech instruments GmbH (DE)
Ansprechperson:
Mag. Karin Rehatschek
T: +43 3842 402 8411
This project has received funding from the European Union’s Seventh Programme for research, technological development and demonstration under grant agreement No 308389