Rudolf Streicher Wissenschaftspreis wird erstmals vergeben

Die Montanuniversität Leoben verleiht im Jahr 2025 erstmals den Rudolf Streicher Wissenschaftspreis. Der Preis ist mit 20.000 Euro jährlich dotiert und zählt damit zu den höchstdotierten Wissenschaftspreisen Österreichs.

"Wir möchten herausragende wissenschaftliche Leistungen in der montanistischen Forschung würdigen und einen Anreiz für innovative Entwicklungen schaffen." sagt der Stifter, Dr. Rudolf Streicher. 

Die erste Verleihung des Rudolf Streicher Wissenschaftspreises, im Dezember 2025, stellt den Auftakt für eine langfristige Würdigung wissenschaftlicher Spitzenleistungen dar. Die Vergabe des Rudolf Streicher Wissenschaftspreises ist für mindestens zehn Jahre gesichert und wird jährlich im Rahmen der letzten Akademischen Feier an der Montanuniversität stattfinden. Die darüberhinausgehende Fortsetzung ist vorgesehen.

Über die Auswahl der Preisträger*innen entscheidet eine hochkarätig besetzte, siebenköpfige Jury. Diese setzt sich 2025 aus Rektor Peter Moser, Vizerektor für Forschung und Nachhaltigkeit Helmut Antrekowitsch, den Professorinnen Johanna Irrgeher, Susanne Michelic und Marlene Villeneuve sowie Professor Ronald Schnitzer zusammen. Die Dr. Rudolf Streicher Privatstiftung wird vom ehemaligen Rektor Wilfried Eichlseder in der Jury vertreten. Die endgültige Entscheidung aus dem Dreiervorschlag der Jury erfolgt durch den Stiftungsvorstand der Dr. Rudolf Streicher Privatstiftung. 

Zur Person: Dr. Rudolf Streicher 

Dr. Rudolf Streicher studierte Hüttenwesen an der Montanuniversität Leoben, wo er 1979 promovierte. Er war Vorstandsmitglied und später Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender der Austria Metall AG (1974-1986) und in der Folge Generaldirektor bei Steyr Daimler Puch AG. Von 1986 bis 1992 war Rudolf Streicher Bundesminister für öffentliche Wirtschaft und Verkehr. Im Jahr 1992 trat er für die SPÖ als Bundespräsidentschaftskandidat an. Anschließend kehrte er als Generaldirektor und Vorstandsvorsitzender zu Steyr Daimler Puch AG (1992-1998) zurück. Von 1999 bis 2001 war er Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Industrieholding AG (ÖIAG) und AR-Vorsitzender der wichtigsten ÖIAG-Unternehmungen. Neben seinen wirtschaftlichen Funktionen war Rudolf Streicher sechs Jahre Aufsichtsratsvorsitzender des Forschungszentrums Seibersdorf und 25 Jahre Präsident der Wiener Symphoniker. Außerdem engagierte er sich als Universitätsbeirat der Montanuniversität Leoben und wurde 2004 zum Ehrensenator ernannt. Zuletzt war Dr. Rudolf Streicher als Unternehmer in der Privatwirtschaft tätig.

Dr. Rudolf Streicher, der Stifter des neuen Wissenschaftspreises. Foto: © Dr. Rudolf Streicher Privatstiftung

Dr. Rudolf Streicher, der Stifter des neuen Wissenschaftspreises. Foto: © Dr. Rudolf Streicher Privatstiftung

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